50 Cent

Und wieder wurde die 2 Euromünze ausgespuckt, völlig übermüdet, da ich einen Nachtdienst hinter mich gebracht hatte stand ich am Parkplatz des Bahnhofs und versuchte einen Parkschein zu lösen. Langsam wurde ich grantig, da eine männliche Stimme neben mir, „Hallo Mäm, hätten Sie 50 Cent für mich?“, ich eh schon gereizt, „Nein“ und wieder versuchte ich mein Glück mit dem Automaten, „Der nimmt keine 2 Euromünzen, da müssen Sie es passend haben“, wieder diese Stimme, „ich könnte Ihnen wechseln“ und er wollte mir wirklich 2 Euro tauschen exakt, weil ich es vorher ablehnte ihm, 50 Cent zu schenken, ich schaute mir diesen Mann an, er war höflich geblieben, gab mir Informationen, bot mir an, das Geld zu wechseln… Ich schätzte ihn jünger wie mich, gezeichnet vom Leben auf der Straße. Wie fühlt man sich, wenn man wildfremde Menschen um Geld bittet? Was muss im Leben geschehen sein, um auf der Straße zu landen? Ich drehte mich zu ihm und sagte: „Die 50 Cent sind fürs Wechseln, Wechselstuben machen das ja auch so und danke für die Information.“ Er sah mich an und sagte „DANKE!“ Wofür? Für 50Cent? Traurigkeit stieg in mir auf und erneut stellte ich mir eine Frage: „Was ist in seinem Leben geschehen, dass er auf der Straße lebt?